Biographie

Erwin beim Sportunterricht Der "Erste" in der zweiten Reihe links vorne (ca. 1947)

Erwin Noack ist am 07. April 1940 in Uetersen geboren. Erwin ist mit seinem älteren Bruder Bruno Noack und seinen jüngeren Bruder Gerhardt Noack in ländlichen Verhältnissen aufgewachsen.

Nach seinem Schulabschluss (1956) machte Erwin eine Ausbildung zum Schaufensterdekorateur im Alsterhaus in Hamburg.
Dann circa 1959 arbeitet Erwin für fünf Jahre bei der MWI ( Marken Werbung International), wo er so einige Werbeskizzen für namhafte Hersteller entwarf, die auch für Ihre Produkte in Serie gingen. (Zum Beispiel Haake Beck, Ajax, Donkers Tabak und viele andere)

Das Banjo begeisterte Ihn so mit vierzehn, welches er neben der Schulzeit spielen lernte. Ca. 2 Jahre später ergab sich die Zusammenkunft with the Monasterygang, mit denen er so einige Kneipen zum swingen brachte.
Eine Hörprobe eines Mastertapes von damals findet Ihr hier.



Hier ein Bild vom Spielmannszug Findet selbst heraus, wo er ist!! Ich sage nur: "Querflöte".

1964 nach der Zeit bei MWI, ging er nach Bremen, um dort die Kunsthochschule zu besuchen und Malerei zu studieren. Ein Jahr später reiste er auf eigene Faust nach Mexico und schrieb sich dort in eine Kunsthochschule ein, wo er unter anderem auch Anthony Quinn bei einer Spielfilmaufnahme gezeichnet hatte.

Sein musikalischen Fähigkeiten blieben wärend dieser Zeit keineswegs auf der Strecke und auch im Ausland beschäftigte Erwin sich stehts mit neuen Musikrichtungen und Techniken von Musikinstrumenten. Kleinere hier nicht unbedingt nennenswerte Bandgruppierungen und Jam - Sessions wurden in "aller Herren Länder" gepflegt.

In "aller Herren Länder" meint, das er im wahrsten Sinne des Wortes mehrere Jahre nach dem Studium durch die USA, Canada, kanarische Inseln, Mexico und Mittelmeer - Länder "getourt" ist.

Nach einer so erlebnisreichen Reise fand er ca. 1968 sein "Zuhause" in Bremen wieder, um sein Studium zu beenden. In der Kohlhökerstrasse war später dann sein Atelier.
Wieder "Zuhause" arbeitete Erwin zunächst als Maler und Auftragskünstler.

Anfang 1970 hat sich Bremen zu einer Stadt der Wandbilder entwickelt. Bis Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger, wurden hier weit über 70 großformatige Wandmalereien gefertigt, an denen Erwin ebenfalls beteiligt war. Das waren damals mehr als in jeder vergleichbaren europäischen Stadt!!!

Zwei, die ich bis jetzt mit Bildmaterial recherchieren konnte, findet Ihr hier!
Nämlich einmal "Die gläserne Hauswand" auf einem Bunker in der Magdeburger Straße / Leipziger Straße im Stadtteil Finndorf (1976); welches in zusammenarbeit mit Ilona C. Krämer entstand und "Der Blick aus der Wohnstube" an einer Hausseite Ecke Sielwall / Bernhardstraße (Stadtteil Mitte) 1982

Darüber hinaus bereiste er in dieser Zeit noch England, die Türkei und Mexico.


Aloevera gemalt in Griechenland


Aloevera hier mit Passepartout

Ebenfalls 1972 fand die Bandgruppierung "Thirsty Moon" statt, wo Erwin sich diesmal als Percussionist an den Congas zu "schaffen" machte. Entsprechende Info´s findet Ihr hier dazu.

In Bremen entdeckte Erwin dann auch, den für Künstler bekannten Fedelhören, wo bis Heute noch Galerie an Galerie stehen und das seit über 70 Jahren.
(Fast wäre die Gegend vom Stadtplanungsamt über den "Haufen" gebaggert worden, da hier ein über die Weser gehender Autobahnanlieger erschaffen werden sollte. Der Rembertiring mit seiner zweispurigen Fahrbahn zeugt noch Heute von dieser irrwitzigen Idee. Der Fedelhören wäre dabei "drauf" gegangen, wären da nicht noch ein paar Bürgerinitiativen gewesen, zum Glück!!)
Erwin lebt seit Anfang der achtziger Jahre in seinem Atelier im Fedelhören.

Anfang der Achtziger wurden auch sozialpädagogische Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von Erwin betreut.



Hier dazu ein Bild von Erwin Noack & Wilfried Siebold (seinem langjährigen Freund), bei einer Wandmalerei!



Der Spiegeleffekt Ein Bild von Maja seiner Freundin Anfang der Neunziger.

Auch in den Achtzigern malte er viele Auftragsarbeiten und schuff einige Serien in Experimental-Drucken, Aquarellen, Pastellbildern. Auch andere Materialien wie Sandpapier blieben nicht "verschont" und schmücken nun Erwin´s "Sandpaper World".

Natürlich ist das Reisen in dieser Zeit nicht in Vergessenheit geraten. Anfang der Achtziger begab sich Erwin bis zum Jahre 2002 erneut auf eine "Europa Tour" und reiste durch Deutschland Bremen (KIÖR - Kunst im öffentlichen Raum), Irland, England - Manchester (KIÖR), Dänemark & Schweden, Frankreich, Spanien, Marokko, Portugal und Griechenland, wo er Ausstellungen zeigte.

Im Jahre 2000 wurde Erwin Noack dann zum Ehrenpräsidenten des Kunstvereins Humboldt - Schlüter ernannt. Gerhard Schlüter war ebenfalls ein langjähriger Freund Noacks, der im Jahre 1998 verstorben ist, und dessen Wohnraum zu Ehren an Schlüter in den Kunstverein verwandelt worden ist.

Leider ging es Erwin 2004 Monat für Monat schlechter, aus vorerst unerklärlichen Grund; als dann Mitte 2005 ein Krebs im Hals festgestellt wurde. Dieser ist inzwischen operiert und Erwin ist wieder auf dem Weg der Besserung, was aber noch bis Mitte des Sommers 2006 dauern wird.

Doch zu seinem 66. Geburtstag plante er und seine Freunde Verena Uhlig und Günther Parzentny eine Geburtstags - Vernissage im Kunstverein "Humbold-Schlüter); die, wie ich selbst mitbekommen habe, ein voller Erfolg war.


Am 16. November diesen Jahres verstarb Erwin im Alter von 66 Jahren.




Hier noch ein Bild von Erwin Noack bei seiner Vernissage der Austellung "Akte und Fläche", mit Conny und Eva.
Die Austellung konnte bis zum 13. Mai 2006 im Kunstverein Humboldt-Schlüter, Humboldtstrasse 67 in Bremen,
angesehen werden.


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